Kategorie: Aktuelles

Nebenberufliches – Als Händler bei Amazon verkaufen

Ich bin mal wieder geschäftlich aktiv geworden. In meinem letzten Beitrag habe ich beschrieben, wie ich Podcasts für mich entdeckt habe. Im Oktober habe ich, Urlaub sei Dank, Zeit gefunden, davon etwas in die Tat umzusetzen. Herausgekommen ist das hier:

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Ich habe mich bei Amazon als Händler angemeldet und verkaufe nun Produkte dort. Damit ich am Ball bleibe und eventuell noch weitere Interessenten finde, habe ich auf FBAinGermany.com einen Blog eingerichtet, auf dem ich meine Fortschritte dokumentiere und über FBA und was funktioniert berichte. Über RSS-Abonenten würde ich mich freuen. Ich versuche wöchentlich meinen Fortschritt zu dokumentieren. Wer noch nie von FBA bzw. dem „Versand durch Amazon“ Modell gehört hat, kann zum Beispiel diesen Artikel über das FBA Geschäftsmodell lesen.

2015 – Rückblick auf das erste Halbjahr

Ich bin gerade wieder zu Hause eingetroffen und ich hab überlegt was dieses Jahr eigentlich alles bei mir so passiert ist. 2015 ist vollgepackt mit interessanten neuen Dingen und dabei ist gerade erst die Hälfte vorrüber.

Da ich seit Anfang letzten Jahres am Ende einer jeden Woche einen Einzeiler schreibe, was ich diese Woche gelernt oder gemacht habe um meinen persönlichen Zielen etwas näher zu kommen, kann ich recht gut nachvollziehen wann die entscheidenden Entdeckungen bei mir eintraten.

Das Jahr begann direkt mit einem besonderen Thema. In der zweiten Kalenderwoche hielt ich einen Vortrag an der TU Chemnitz zum Thema „Agile Softwareentwicklung in der Praxis“. Das Ganze hatte ich letztes Jahr noch eingefädelt und fasste meine Erfahrungen aus meinem letztjährigen Projekt zusammen.

Von Jahresbeginn an, habe ich einen Wettbewerb mit Phobeus von DelphiGL.com laufen, wer sich mehr bewegt/aktiver ist. Es geht dabei nicht zuletzt um das Thema abnehmen und Fitness. Ich kann mit stolz behaupten, dass ich bisher in jeder Woche des Jahres zumindest 500 Treppenstufen gegangen und/oder Sport gemacht habe.

Das erste Quartal war dann beruflich ziemlich interessant und fordernd. Ich habe als Transformation Manager zusammen mit meinem Projektmanager das größte Softwareprojekt bei unserem Kunden (öffentlicher Sektor) auf agile SW-Entwicklung umgestellt. Ich habe einen Meilensteinplan aufgestellt, Arbeitsprodukte definiert und mit einem kleinen Team von Teilzeitkräften des Kunden diesen Plan in die Tat umgesetzt. (Das ging natürlich nur durch die Mithilfe meines Projektmanagers der die Entscheidungsträger hin und wieder auch zum Entscheiden bringen muss.) Nicht nur lief die Transformation recht reibungslos ab, es wurde ganz nebenbei noch eine zweiwöchige Periode mit Schulungen und Workshops abgehalten, in der die Wissensträger aus dem Projekt die neuen Tools und Methoden aber auch Arbeitspraktiken und BestPractises vorgestellt haben. Während dieser Workshopwoche hielten wir beim Kunden das erste Code Retreat ab, bei dem ich merkte wie nützlich diese Form der Übung ist um neues zu lernen und um heraus zu finden auf welchem Level die Kollegen arbeiten.

In diesem Zeitraum habe ich das Buch „Clean Code“ von Robert C. Martin gelesen. Das traf sich gut, denn ein Mitarbeiter des Kunden beschäftigte sich mit dem selben Thema und war mindestens so wissensdurstig wie ich (das merkte man daran, dass wir uns gegenseitig ständig Videos/Vorträge empfahlen und die Woche darauf dann tatsächlich die Inhalte diskutierten). Ein großes Thema war natürlich Clean Code und Craftsmanship. Für mich jedoch auch Kanban (David J Anderson) und Lean (Don Reinertsen)

Dann kam die Zeit wo ich meinen Firmenwagen abgeben musste (Leasingende). Bis dahin war ich mit einem BMW 320d ed unterwegs. Das Auto war Klasse und ich habe ihn gern gefahren – insbesondere da ich ihn zu einer extrem niedrige Rate bekommen hatte (könnt ihr euch noch an die Automobilkriese 2009/2010 erinnern…?) Ich brauchte also einen neuen Untersatz der mich sicher und bequem jede Woche 600km nach Berlin und zurück bringt. Nach intensiven Excel-Rechnungen merkte ich, dass ich zu den Kosten eines neuen Firmenwagens auch ein ordentliches Langstreckenfahrzeug privat beschaffen kann. In Kalenderwoche 11 fuhr ich dann nach Mannheim und kaufte meinen gebrauchten Phaeton – was den ein oder anderen Kollegen im Projekt für Wochen in puren Unglauben verharren ließ.

Im zweiten Quartal war die Transformation beim Kunden durchgeführt und die praktische Arbeit fing an. Ich übernahm die Rolle des Scrummasters eines extrem introvertierten Teams und musste lernen, dass es nicht ausreicht, Menschen, die am selben Projekt arbeiten, zusammen in einen Raum zu bringen, damit diese miteinander reden. Da ich als Scrummaster selbst nicht mehr programmiere juckte es mir in den Fingern und ich versuchte mich in Android-App Entwicklung einzuarbeiten. Jedoch fehlte mir da die Ausdauer und das Thema ist nach 3 Wochen wieder eingeschlafen.
Nicht eingeschlafen ist ein Projekt, welches ich mit Marcel (dem Clean Code Kollegen) startete: Aus einem Vortrag/Workshop in den Workshopwochen entstand die „Java Community of Practise“ beim Kunden. Motivierte Entwickler welche interesse an Clean Code hatten trafen sich um zusammen ihr Können und Wissen zu vetiefen. Da wir keinen Zugriff auf Youtube vom Arbeitsplatz aus hatten, brachte ich Videos auf meinem Laptop mit, damit wir die in der Java CoP anschauen und diskutieren konnten. Passend dazu war meine Literatur zu dieser Zeit „The Pragmatic Programmer. From Journeyman to Master„.

Einige Kollegen spielten regelmäßig Beachvolleyball (zu der Zeit noch in der Halle. In Berlin gibts da wohl ein paar Möglichkeiten) und ich wurde dann mal mit eingeladen und so zumindest einmal pro Woche aktiv.

Ihr seht, dass ich echt einen vollen Terminkalender habe. Damit ich nicht komplett untergehe, habe ich mir eine Technik überlegt um mich mental auf den jeweils nächsten Arbeitstag vorzubereiten. Und zwar mache ich einen Tagesplan auf Papier (das sieht dann ungefähr genauso aus, wie das was Lotus Notes oder Outlook oder Lighning anzeigen würde) und trage in den freien Zeitslots Tätigkeiten ein, welche ich noch machen muss. Dadurch weiß ich am nächsten Morgen schon beim Frühstück, ob ich früher da sein muss, oder mir Zeit lassen kann, und ich kann ohne den Rechner hoch zu fahren, meinen Kalender einsehen, wenn ich direkt vom Auto in ein Meeting muss.

Das zentrale finanzielle Ziel für mich ist dieses Jahr der Aufbau von Assets (Frei nach Robert Kyosaki sind Assets all jene Dinge die schlussendlich Geld verdienen.) Da ich mich schon länger mit Immobilien beschäftige hatte ich am Beginn des zweiten Quartals zwei Zwangsversteigerungen im Auge, welche ich interessant fand. Ich organisierte durch Kollegen einen freien Finanzberater der die Finanzierung klärte, arbeitete mich wieder in die Abläufe und gepflogenheiten von Zwangsversteigerungen ein und musste dann feststellen, dass beim Versteigerungstermin auch Menschen aufschlagen die Objekte um jeden Preis haben wollen. Ich kam also nicht zum Zuge, hatte aber in der Zwischenzeit andere interessante Objekte im Internet entdeckt und nach zähem verhandeln ein gutes Angebot herausdestiliert. Das Immobilienthema beschäftigt mich seit her und ich hoffe in Q3 den Deal dicht zu machen.

Aber Investieren kann man auch in andere Dinge und in KW 21 strandete ich bei der Suche nach Vorträgen beim Thema Value Investing. Ich kam dann über den Google Talk zu Deep Value Investing bei „The Investor’s Podcast“ heraus. Und damit startete eine Episode ausgedehnten Lernens durch Podcasts (ich nutze die Android-App „Sticher“ dafür). Im Investor’s Podcast wurde dann Pat Flynn von „Smartpassiveincome.com“ interviewed. Er erwähnte wie er online Assets baut und sein Track-Record (siehe rechts oben auf seiner Seite) ist wirklich eindrucksvoll. Dreimal dürft ihr Raten womit der Kevin die nächsten Wochen verbracht hat. Ich war angefixt und vertiefte mich in SEO, Online-Marketing, Outsourcing und Nischen-Seiten. So kam ich dann auch zu meinem dritten Podcast: nichepursuits.com
Podcasts sind wirklich toll. Ich habe in den folgenden 5 Kalenderwochen extrem viel gelernt und bin mit Ideen konfrontiert worden, welche ich in meinem dirkten Umfeld nicht bekommen hätte. Alleine dafür sind Podcasts super. Mittlerweile habe ich auch den Tim Ferris Podcast aboniert – wer mich kennt weiß, dass ich jedem seine Bücher ans Herz lege.

Aus dem Buch „Think&Grow Rich“ (Ein Klassiker aus den 1930er Jahren) kannte ich das Konzept der „Mastermind-Gruppe„. Da ich bemerkte, dass viele erfolgreiche Web-Unternehmer solche Gruppen haben, wollte ich versuchen so etwas auch aufzubauen.

Zum Abschluss des zweiten Quartals kam dann noch ein Highlight. Ich war gerade in der Online-Asset/Passives Einkommen Phase und entschloss zum 4HWW-Meetup in Berlin zu gehen. Plötzlich war ich in dieser Umgebung wo alle Anderen über das selbe Thema nachdachten und man sich gegenseitig pusht um voran zu kommen. Da war ich definitiv nicht das letzte mal.

Soviel zum ersten Halbjahr 2015.

Nobody can guarantee security, you can only guarantee freedom.

Currently, only short after the attack on Charlie Hebdo, the people in power are discussing again, if they should revoke some of the freedom and rights of the people they rule. Why? To reestablish the feeling of security.

There are three aspects in this, that should all believers in a society of free and equal individuals alarm. I explain them below.

  1. You can not guarantee security, only freedom.
  2. There is no such thing like absolute security.
  3. The principle of separation of powers is under attack.

You can not guarantee security, because security is a „negative concept“, means it is defined by the absence of fear of one’s live, property and family. But you can not guarantee this anymore. Since the moment mankind invented distance weapons (like bow and arrow) or later biological weapons etc. you can never be sure that nobody can harm you. What a state can guarantee is prosecution! That no attacker shall get away without punishment. Collecting data of all people, instead of concrete suspicious people, is not a service but an attack on our culture.
Freedom, in the contrary, is an active service of the state. A state can guarantee the he will not act against somebody in a certain case, thus creating a freedom. States can only guarantee things, they do themselves, like not prosecuting a behavior.

There is no such thing like absolute security. There is only a „feeling of security“. Something bad could happen all the time, and everybody you ask will know this. But events, like terrorist attacks, are meant to destroy this feeling of security (this is what terror means!). If we give up freedoms and rights to reestablish the feeling of security, we gain no permanent salvation. The next attack will happen and destroy the feeling again, leaving us without the feeling and the rights.

The principle of separation of powers is under attack. Our rights and freedoms help guarantee separation of powers. There is a constant tension between those who execute powers, and those who control them. Our societies are build in a way to keep this tension alive with independent courts, executive powers that will execute laws also on legislative members, opposition parties that have insight in current legislation threads and a free press that informs the public about whats going one. Finally, and this is something all Germans should remind the world about, those separations and information have the goal to enable the public to stop malicious governments by revolting and resetting the system. But the same systems that are currently discussed to protect the state and the citizens from attackers/terrorists that hide among us, will serve as tools to stop uprisings, if politics are no longer in line with the needs of the people. So every time people vote „yes“ for surveillance, they reduce there chances of stopping out of control institutions. (Some say, the NSA is already exactly this …)

Bolero Drink Ranking

Ich habe mir vor einiger Zeit von Bolero 2 Probiersets mit jeweils 24 verschiedenen Geschmacksrichtungen bestellt um herauszufinden ob die etwas taugen und ob mir so was schmeckt.

Da ich viel auf Reisen bin war es ganz praktisch zu Hause immer zumindest diese Instant-Drinks zu haben, wenn mal wieder sonst nichts da war.

Das Pulver löst sich sehr gut in Wasser und es bleiben keine ungelösten Körnchen übrig. Geschmacklich gab es große Unterschiede, von ungenießbar bis ziemlich gut. Die meisten Päckchen habe ich in 2L statt 1,5L aufgelöst, da ich mittlerweile „leichtere“ Getränke bevorzuge.

Mein Ranking vom Schlechtesten zum Besten:

Nicht zu empfehlen

25. Almond (Mandel) – Im ersten Moment sehr schöner Amaretto-Geschmack. Ab dem zweiten Schluck so ecklig und aufdringlich, dass man es kaum runter bekommt.
24. Cherry (Kirsch) – Ebenfalls sehr aufdringlich und künstlich im Geschmack. Nach einem Glas will man kein zweites mehr.

Akzeptabel

23. Lemon (Limette) – trinkbar aber doch recht künstlich. Man erkennt aber klar wo man hin will.
22. Ginger (Ingwer) – Eine Herausforderung für nicht Asiaten. Schmeckt aber tatsächlich nach Ingwer.  Wer kein Faible für Ingwer hat sollte die Finger davon lassen.

Gut

21. Pineapple (Annanas)
20. Mango (Annanas)
19. Forrest Fruits (Waldfrucht)
18. Blueberry (Heidelbeere)
17. Orange
16. Mandarin (Mandarine)
15. Berry Blend (Beerenmix)
14. Raspberry (Himbeere)
13. Apple (Apfel) – Kam dem Geschmack von ungefiltertem Apfelsaft nahe.
12. Pear (Birne)
11. Cola – Hatte was von der billig Cola. Und ohne Kohlensäure schmeckt die nicht überragend.

Top 10

10. Ice Tea – Peach (Pfirsich) – Schmeckt genauso wie der Ice Tea von den Billigmarken. Man könnte sagen „Originalgetreu“, wer hat denn schon mal echten Ice-Tea Pfirsich getrunken…
09. Ice Tea – Lemon (Zitrone) – Dito
08. Strawberry (Erdbeere)
07. Junior – Banana&Strawberry (Banane&Erdbeere) – überraschend gut
06. Cherry Cola – gehört vermutlich weiter hinter. Apfel würde hier besser her passen.
05. Peach (Pfirsich) – Ich mag eigentlich Pfirsichgeschmack nicht besonders. Aber der war doch ganz süffig.
04. White Grape (Weiße Traube) – Die Trauben waren echte Überraschungsdrinks! Ich weiß nicht ob weiße Traube so schmeckt, aber der Drink ist echt lecker und geht nicht auf die Nerven.
03. Red Grape (Rote Traube) – Auch dieser war sehr lecker auch wenn ich nicht einschätzen kann, ob das Orginal so schmeckt. Definitiv auch eine Empfehlung.
02. Multivit ACE – Konnte zwar nicht das „Mundgefühl“ von Saft simulieren, war aber trotzdem sehr lecker.
01. Exotic – Absoluter Durstlöscher. Eigenständiger Geschmack und wirklich zu empfehlen.

Was mir aufgefallen ist: Je mehr Früchte kombiniert werden, desto besser wird das Endprodukt. Liegt sehr wahrscheinlich daran, dass die Geschmacksdesigner dann mehr Möglichkeiten haben ein rundes Produkt zu designen. Die Trauben waren für mich echte Überraschungen. Die Liste ist definitiv nicht „absolut“ für mich. Eigentlich wollte ich noch einen zweiten Durchlauf machen und immer 2 miteinander vergleichen. Da man aber nicht so einfach 4L wegtrinkt ist das sehr aufwändig und zwischenlagern über Tage hinweg hilft dem Aroma auch nicht vorwärts. Warum CherryCola so weit oben einsortiert wurde weiß ich nicht. Gehört vermutlich eher mit Apfel vertauscht.

Soweit meine Einschätzung.

Kein DRM in HTML5

Dieser Blogpost lag als Entwurf noch herum und sollte eigentlich vor einem halben Jahr online gegangen sein…
Stop the Hollyweb! No DRM in HTML5.

HTML ist ein Webstandard. Das dürfte mittlerweile jeder wissen. In seiner neuesten Version, HTML 5, liegt ein riesiges Potential für die Weiterentwicklung des Internets. Das hat unter anderem Google begriffen und promoted HTML 5 wie verrückt.

Scheinbar hat nun auch Microsoft dieses Potential gesehen und macht das was Microsoft halt dann so macht: Sachen kaputt. Aktuell versuchen Hersteller, darunter MS, das W3C (die Organisation welche die Webstandards verabschiedet) davon zu überzeugen DRM in HTML5 aufzunehmen. DRM ist „Digitales Rechte Management“, kurz das Zeug was dafür sorgt dass ihr eure gekauften MP3s nicht brennen könnt oder die DVD aus den USA in Deutschland nicht läuft. DRM ist der Feind des freien Internets. Andreas Romeyke hat dies schön zusammen gefasst:

DRM steht für Digital Rights Managment. Kurz gesagt, werden
metaphysische Güter künstlich verknappt, in dem diese an bestimmte Personen (Zahler) gekoppelt werden. Dies geschieht in der Regel durch Verschlüsselung, immer öfter zugleich mit zeitlicher und örtlicher Beschränkung des Zugriffs.

Das ist aus mehreren Gründen problematisch.

1. bei den metaphysischen Gütern handelt es sich idR. um digitalen Datenblock (zB. Bild, Musik, Video, Text) der eigentlich verlustfrei beliebig oft kopiert werden kann. Kurzum, endlich ist es der Menschheit gelungen Waren herzustellen, die niemals altern. Dann kommt jemand daher und läßt diese ohne Not künstlich altern.

2. die Kopplung an eine Person erfolgt in der Regel so, daß eine
Weitergabe des so behandelten metaphysischen Gutes nicht ohne weiteres möglich ist. Man kann das Gut zwar kopieren, aber kein anderer kann es nutzen. Das Gut ist personalisiert.

3. Wegen 2. sind die Hersteller auf den Trick gekommen, daß Kunde ja kein Gut mehr kauft (und damit nicht in dessen Besitz übergeht), sondern man über DRM erzwingen kann, daß dieser nur eine Nutzungslizenz erwirbt. Sprich, dem Kunden kann man wieder etwas wegnehmen und der muß dann ggf. bei  mehrfacher Nutzung auch mehrmalks blechen. Beispiel
Video, bei einem Kaufvideo kaufe ich einmal und kann mir dies mit Freunden dann immer wieder angucken, wenn ich es „lizensiere“, zB. Video on Demand, dann bezahle ich für *jedesmal* gucken.

4. durch die Personalisierung erfahre ich Dinge über jeden
einzelnen Kunden. Eine Deanonymisierung findet statt.

5. Das kulturelle Erbe ist gefährdet. Während zum Beispiel gedruckte Bücher ihren Besitzer überlebten und heute ein wertvoller Schatz sind (und oftmals der einzige, der überlebt hat), ist es bei DRM behafteten Büchern nahezu unmöglich, diese nach dem Tode zu nutzen. Ganz besonders fatal wird es, wenn die Firma ihren Lizenzserver abschaltet und man auf den dann wertlosen, verschlüsselten Gütern sitzenbleibt und man von heute auf morgen digitalen Müll besitzt.

Damit das W3C diesen Fehler nicht begeht müssen möglichst viele Nutzer das W3C darauf Aufmerksam machen. Dafür gibt es diese Petition:

http://www.defectivebydesign.org/no-drm-in-html5

Bitte gerne weitersagen.

Wehrhaften Demokratie heißt nicht Verbote

Heute früh war ich, wie viel zu oft in der letzten Zeit, auf der Autobahn unterwegs. Da das deutsche „Musik Radio“ mittlerweile an Nervtötigkeit kaum noch zu überbieten ist, höre ich unterwegs Deutschlandfunkt (DLF).

Heute Vormittag war bei „Kontrovers“ das völlig bescheuerte, primitiv gemachte Mohammed Hetzvideo dieses Amerikaners Thema. Unter anderem ging es dabei um die Frage, ob dieses Video in Deutschland verboten werden sollte. Mit bei der Diskussion war ein Innenexperte (der ARD?) welcher sich für ein Verbot aussprach und meinte, dies gehöre nun einmal zu einer wehrhaften Demokratie dazu.

Ich wäre fast in die Leitplanke gefahren!

Eine wehrhafte Demokratie definiert sich nicht über die Verbote sondern über die Verteidigung ihrer Grundwerte gegen äußere oder innere Angriffe. Zu den Grundwerten unser Demokratie gehört die Meinungsfreiheit, Kunstfreiheit, die Freiheit des Denkens und die Religionsfreiheit (d.h. die eigene Religion im Rahmen der herrschenden Gesetze ausüben zu dürfen).
Zu den Grundwerten unserer Demokratie gehört es nicht für Ruhe oder Beschwichtigung (Appeasement) in anderen Staaten zu sorgen. Und für die innere Sicherheit gibt es in Deutschland immerhin eine Polizei. Falls die nicht in der Lage ist die innere Sicherheit zu gewährleisten, dann liegt dies bestimmt nicht an irgendwelchen Videos oder zu laschen Gesetzten sondern am mangelnden und vielleicht auch inkonsequenten Personal.

Wenn man überhaupt staatlich im Voraus eingreifen können soll, so wäre eine Verschiebung der öffentlichen Vorführung um 8-10Wochen ausreichend. (Hier könnten die mangelnden Sicherheitskräfte als Grund angeführt werden der auch bei Facebook-Parties gezogen wird) Nach 8-10 Wochen hat bestimmt auch die Populisten-Partei „Pro Deutschland“ kein Interesse mehr an einer Vorführung. Schließlich ist die dann Sau zu alt um nochmal durchs Dorf getrieben zu werden.

Das Thema Verbot hat nebenbei ein arabisch-stämmiger muslimischer Mitdiskutant bei Kontrovers sehr gut zusammen gefasst. Er sagte zu diesem Thema auch „Wenn man anfängt Meinungsfreiheit, Kunst- und Wissenschaftsfreiheit einzuschränken ist man auf den Weg in eine Gesellschaft wo es am Ende auch keine Religionsfreiheit mehr gibt sondern nur Scheinheiligkeit.“ (Aus dem Gedächtnis zitiert)

Welche Blühten das Thema „Verbotene Medien“ in Deutschland schon getrieben hat, kann man nebenbei auf Telopolis[1][2] nachlesen. Viele der Filme (und Computerspiele) die in Deutschland auf dem Index stehen, schockieren heute überhaupt niemanden mehr. Sie sind bestenfalls interessant für Medienwissenschaftler welche durch den Index an ihrer Arbeit gehindert werden. Vor Allem der Rückblick auf die Werke die Früher verboten wurden zeigt, wie lächerlich die gesamte Zensurdebatte überhaupt ist.[2]

[1]Bevormundung trotz Volljährigkeit
[2]Vom Index genommene Computerspiele