Rück-/Austritte bei den Piraten – Zelebrierte Stillosigkeit

Ich fühle mich heute – aus Gründen, wie man bei den Piraten sagt – dazu genötigt mal etwas zu Rück- bzw Austritten zu schreiben.

Bei den Piraten hat sich eine theatralische Handhabe eingebürgert die, wenn man mal ehrlich ist, einfach nur Stillosigkeit darstellt.

Es gibt irgend einen Vorgang oder eine Entscheidung die zum Anlass eines Rücktritts genommen wird. Daraufhin tritt der „Betroffene“ mit sofortiger Wirkung von allen seinen Ämtern zurück – oder gar aus.

Bildlich gesprochen, läßt er mit versteinerter Miene alles zu Boden fallen was man ihm anvertraut hat. Weil er unzufrieden ist, gerade jetzt.

Dabei wird dann Stumm geschriehen: „Nun schaut mal wie ihr ohne mich zurecht kommt! Ihr habt’s ja nicht anders gewollt.“

Stillos ist das Ganze, da absolut Unbetroffene dann schauen müssen, wie sie die heruntergefallenen Aufgaben zu Ende bringen – meist muss erst einmal überhaupt heraus gefunden werden, was in welchem Zustand fallen gelassen wurde, und wer einem weiter helfen kann. Dieses infantile Machtspielchen bezeichne ich als stillos. Nur noch übertroffen wird dies durch die „Silent Quitter“, die nur via Twitter und oder nur den engsten Bekannten ihren Schritt mitteilen, und ansonsten für Kommunikation gar nicht mehr erreichbar sind. Hier wissen manche Betroffene noch nicht mal von ihrem Unglück.

Wenn ihr schon der Meinung seit alles hin werfen zu müssen, dann seit wenigstens so aufrichtig und beendet die aktuellen Zusagen (aka laufende Projekte) so, dass andere eure Arbeit zu Ende bringen können. Anstatt mit „sofortiger Wirkung“ zurück/aus zu treten, kann man das auch auf das Ende der nächste Woche oder des Monats verlegen. Zumindest aber kann man Stellvertretern die Arbeit übergeben.

So viel zum kleinen Ein-Mal-Eins des Zurücktretens.

PS: Als wir in Chemnitz als Vorstand geschlossen zurück getreten sind gab es – abgesehen von Streit – kein aktuelles Projekt. 😉

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Ein Gedanke zu „Rück-/Austritte bei den Piraten – Zelebrierte Stillosigkeit

  1. Im Endeffekt sollte es halt wie in jedem Angestelltenverhältnis laufen. Da gibt’s auch nicht ohne Grund eine Kündigungsfrist. Die ist eben genau dafür da alle noch offenen Sachen entweder abzuschließen oder ordentlich an einen Nachfolger zu übergeben. Alles andere ist meiner Meinung nach verantwortungslos.

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