Kampf den Seeräubern!

Diesen Artikel hatte ich am 11.01.2009 geschrieben. Ich wollte ihn veröffentlichen, wenn es wieder was zum Thema „Somalische Seeräuber“ gibt. Einen Anlass hatte ich dazu verpasst (Asche auf mein Haupt…). Jetzt habe ich aber auf Telopolis einen aktuellen Artikel dazu gefunden. Den verlinke ich am Artikelende.

Könnt ihr euch noch an den (besser die) Öltanker erinnern, welche (regelmäßig) vor dem Horn von Afrika von Piraten gekapert wurde(n)?

Die Bundesregierung – ach was – die EU macht jetzt was dagegen. Die Bundesmarine schickt Schiffe um die Piraten von bösen Taten abzuhalten. Sie hat sogar ein „robustes Mandat“, so dass sie, wenn nötig, den Piraten auch ordentlich eins mitgeben kann.

Im Fernsehn (hin und weder guck ich da auch mal rein) sah ich einen Bericht über die Fischer/Piratendörfer aus denen das Übel erwächst.
Die Leute dort haben NICHTS mehr zu verlieren. Fischen geht nicht mehr, die Gewässer wurden leer gefischt – natürlich nicht von den Leuten dort mit der primitiven Technik, sondern von Industriefischern. Arbeit gibt es sonst keine – Somalia ist allgemein nicht unbedingt als boomender Wirtschaftsstandort bekannt – nach den Jahren der Unruhe im Land auch nicht verwunderlich. Also was macht man, wenn fremde Leute kommen und einem die Lebensgrundlage entziehen? Man geht hin und nimmt den fremden Leuten was weg. Mundraub steht ja eigentlich nicht unter Strafe – dumm nur, dass man Schiffe und Öl nicht essen kann. Deshalb sagen jetzt alle „Pfui! Böser Pirat!“. Die sind dort aber auch doof. Sich gegenseitig umbringen ist Ok. Aber wehe, du nimmst den armen westlichen Ölmulties ihre Schiffchen weg. Na gut – leere Schiffchen sind ok. Aber volle?! Das geht gar nicht!

Ich persönlich frage mich nur, wie lange es dauert bis die Dörfer selbst in den „Lösungsprozess“ einbezogen werden. Also militärisch bekämpft, oder besetzt werden.

Das man den Leuten dort das Piraterieren hätte frühzeitig abgewöhnen können, indem man ihnen was zu tun, und vor allem was zu essen gibt, will niemand wissen. Noch nicht mal in den Medien war das ein Thema. Naja…mal paar Waffen ausprobieren und Präsenz zeigen, ist außenpolitisch auf viel cooler.

Nebenbei: Das gleiche Problem kommt auch auf die EU im Süden zu. Momentan geben sich die illegalen Einwanderer noch damit zu frieden sich mit Walnussschalen auf dem Mittelmeer selbst zu versenken. Wenn die irgendwann auf die Idee kommen, auf dem Mittelmehr als Piraten tätig zu werden… Vielleicht sollte man Marokko, Tunesien und Co. dafür bezahlen, dass die an ihren Grenzen bereits die Flüchtlinge abfangen. Vielleicht auch umbringen – die brauch ja eh keiner. Falls das zynisch klingt – ich habe meinen Ton dem Ton der Politik angepasst.

Hier der Artikel bei Telopolis:  Somalia: ein zweites Afghanistan?

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