Internetzensur vorerst abgewehrt – Zugangserschwerungsgesetz gekippt

6. April 2011

Wie ich gerade aus dem Spiegel erfahren habe, wurde “Zensursulas” Internetsperrengesetz (das Zugangserschwerungsgesetz) nun gekippt.

Die Union hat nun wohl endlich auch begriffen, dass das Gesetz untauglich war und ist. Wie der Spiegel noch einmal schön zusammenfasst ist das Gesetz untauglich weil

  1. die Sperren leicht umgangen werden können
  2. es die Täter warnt und diese so zu mehr Vorsicht drängt
  3. eine technische Infrastruktur erst dafür geschaffen werden muss

“Löschen statt Sperren” funktioniert ohnehin besser: “Nach aktuellen Zahlen des Bundeskriminalamtes sind nach zwei Wochen 93 Prozent der kinderpornografischen Inhalte gelöscht, nach vier Wochen sind es sogar 99 Prozent” (Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger)

Nicht zuletzt ist das Gesetz eine Gefahr für die Informationsfreiheit im Netz gewesen. Denn eine Zensurinfrastruktur (nichts anderes war geplant) wird früher oder später auch auf andere Themen ausgeweitet.

Für Vertreter der Unterhaltungsindustrie etwa bedeutet sie das vorläufige Ende eines langgehegten Traums: Sie hatten gehofft, dass eine einmal errichtete Sperr-Infrastruktur eines Tages auch auf Seiten angewendet werden könnte, die Zugang zu illegalen Musik- oder Filmdownloads bieten. (Der SPIEGEL)


Frische Musik für deine Ohren

30. Dezember 2010

Ich nutze seit einiger Zeit Linux als Betriebssystem. Und da ich die KDE Oberfläche benutze ist auch Amarok dort installiert. Wer das nicht kennt: Amarok ist ein Multimediasystem. Neben dem altbekannten abspielen von lokalen Musikdateien bietet Amarok auch die Möglichkeit von diversen Onlinequellen Musik abzuspielen. So kam ich auf Jamendo.com.

Jamendo.com ist eine Website die zeigt wie überflüssig “Plattenfirmen” für Nachwuchskünstler sind. Denn dort können die Bands ihre Musik nicht nur hochladen sondern die Seite hilft auch beim verkauf der selbigen an kommerzielle Nutzer. “Platten” müssen eh keine gepresst werden, also gibts für “Plattenfirmen” auch keinen Bedarf. Auf Jamendo.com können private Hörer die Musik frei anhören und auch runter laden, wer die Musik aber z.B. bei einer Feier abspielen will oder gar ins Radio oder Fernsehen bringen will, der muss sich natürlich eine Lizenz kaufen. (Soweit ich dies angetestet habe, wird nach Verwendung unterschieden.) Vor Allem also für private Musikliebhaber eine tolle Quelle für neue Musik die nicht schon 100 fach durch die Mainstreamradios runtergenudelt wurden.

Hier einige Alben die ich einfach mal empfehlen kann:


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