Bundestagswahl – Resümee

16. Oktober 2009

Für mich persönlich war die Wahl weniger schön verlaufen, als ich mir gewünscht habe.

Für mich als Sachsen war es natürlich schön zu sehen, dass die Piraten gut abgeschnitten haben – auch ohne unser Zutun, in Sachsen standen sie ja nicht auf dem Stimmzettel.

Das die SPD so stark verloren hat war mir persönlich nicht wichtig – allerdings war es sehr verständlich. Schließlich haben sie sich – ich zitiere einen Kommentar im DLF – „in der Regierung wundgesessen“. Und dabei ihr gesamtes Klientel verraten. Von der SPD ging zwar nicht die größte Gefährdung für die Bürgerrechte aus, aber sie hatte weder genug Kraft noch Interesse, um sich der CDU entgegen zu stellen.

Das die CDU so wenig verloren hat stört mich allerdings schon. Scheinbar reicht es aus, eine politisch undifferenzierte Kanzlerin zu haben die nett von Plakaten gucken kann, um trotz verfehlter Politik und offenkundig populistischem Verhalten (Rentengarantie, Abwrackprämie, Kinderpornosperre, Steuersenkungsversprechen) von großen Teilen der Bevölkerung wiedergewählt zu werden.

Das die Grünen so wenig dazu gewinnen konnten ist auch schade. Ihr Wahlkampf hat mir gut gefallen – ihre Plakate waren als einzige der großen Parteien inhaltlich auf meiner Wellenlänge.

Die Linken haben gut dazugewonnen. Falls die Partei es schaffen würde sich selbst einmal personell zu durchleuchten und hier mal aus zu misten könnte hier noch viel mehr gehen. Wer sich fragt, warum im Osten die Grünen nicht mir den Linken können – dem kann ich nur das Stichwort „Bündnis 90″ zurufen. Die DDR Bürgerrechtler tun sich halt schwer mit einer Partei in der sich der alte SED Kader gesammelt hat (das beziehe ich noch nicht einmal auf die Bundesvorstände, sondern auf die Ortsgruppen). Die für die früher die Bürgerrechte nicht mehr wahren als Sprachbalast sollen nun plötzlich für einen freiheitlichen Wandel in einem demokratischen System stehen? Als Oppositionspartei gefällt mir die Linke gut – allerdings erschwert ihre Anwesenheit den politischen Wechsel, da ihre Stimmen fehlen um die CDU abzulösen.

Und zum Schluss noch die FDP. Vielfach wurde sie wohl einfach gewählt weil man mit ihr als Oppositionspartei die Hoffnung auf Verbesserung verbindet. Da ich für mich persönlich die KKW Laufzeitverlängerung als unverantwortlich und schädlich bezogen auf die Erneuerbaren ansehe, habe ich sie nicht gewählt. Ich glaube des weiteren auch nicht, dass auf die Dauer der neuen Regierungsperiode, sie ihren Standpunkt bezüglich Bürgerrechten bestehen lassen. Das Präventionsstaatslager der CDU wird nach einer anfänglichen Beruhigungspille ganz sachte anfangen sie vor sich herzutreiben. Das ist die pessimistische Sicht.
Ich hoffe das alle Bürgerrechtler die die FDP gewählt haben wegen den Bürgerrechtsthemen ihren Wunsch erfüllt bekommen.


Bundestagswahl – Und wen wählst du?

10. September 2009

Die Bundestagswahl rückt näher und näher – einige werden es noch nicht bemerkt haben, denn abgesehen von den Plakaten, die auch Überreste einer Landtagswahl (zumindest in Sachsen, Thüringen und dem Saarland) sein könnten, ist von Argumentativem Wahlkampf nichts zu sehen. Viele Wähler scheinen ja in Wirklichkeit auch gar keine zu sein – Nichtwähler halt.

Da man als Nichtwähler aber trotzdem regiert wird sollte man zur Kostenminimierung 2 Dinge tun.

1. Briefwahl beantragen. Wie das geht steht hinten auf dem Wahlschein und ist vielfach auch per Internet möglich. So kann man den Wahlsonntag gemütlich irgendwo verbringen und hat keinen Zwang irgendwo zu erscheinen.

2. Sich informieren wen man wählen soll. Und das ist richtig einfach:

Zu aller erst einmal eine Perle die nicht jeder kennt:

Der „Bürgerrechts Wahl-O-Mat“ (so nenne ich das mal) vom „AK Vorrat“[1] gibt Auskunft darüber, welche Partei in Bürgerrechtsfragen ähnliche Auffassungen vertritt wie man selbst. Wer diesbezüglich einmal eine Übersicht haben will, wie die relevanten/bekannten Parteien dabei abschneiden, kann dies hier tun.

Der „Bürgerrechte Wahl-O-Mat“ ist vor Allem auch für Sachsen sehr wichtig, da hier eine Bürgerrechtspartei – die Piraten – nicht zur Wahl stehen werden (Was mich sehr ärgert! Aber das nur am Rande.). Denn mit der netten Anwendung kann man sehen welche andere Partei einem am meisten Grund gibt sie zu wählen. Toll ist auch, dass nicht nur die Antworten der Parteien, sondern auch das tatsächliche Abstimmungsverhalten im Bundestag auf der Seite verzeichnet ist. Ein Bisschen rumstöbern lohnt sich.

Nicht vergessen wird natürlich der bekannte Klassiker: Der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung. Hier werden dann breiter gefächerte Themen abgefragt und man bekommt einen Überblick über die offizielle(!) Parteimeinung zu aktuellen Themen. Das Wahlprogramm und Wirklichkeit bei Regierungsparteien gern auch unterschiedlich ausfallen, sollte bekannt sein. Aber besser als nichtwählen ist es auf alle Fälle.


[1] Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung (AK Vorrat) ist ein bundesweiter Zusammenschluss von Bürgerinnen und Bürgern in über 50 Ortsgruppen, die sich für den Schutz unserer Freiheitsrechte in Zeiten ausufernder Überwachung einsetzen.


We Want You For Piratenwerbung!

20. August 2009

Wer von euch noch nicht das Accessoir der diesjährigen Saison besitzt sollte jetzt zugreifen, denn so billig bekommt man heutzutage eigentlich nichts mehr.

Von was ich Rede? Natürlich dem

PIRATEN T-SHIRT

Piratenshirt - Quelle: 3Dsupply

Piratenshirt - Quelle: 3Dsupply

Der Piraten-Ausstatter der Wahl heißt 3D-Supply und bietet dieses wunderschöne Stück für 0,- EURO an. Dazu kommen nur noch die Versandkosten. Ein echtes Schnäppchen.

Wichtiger Hinweis!!

Nachdem ihr bezahlt und das Shirt erhalten habt ist es eure heilige Pflicht selbiges möglichst häufig, vor Allem an den Tagen vor der Wahl, in der Öffentlichkeit zu tragen. Idealer Weiße habt ihr immer ein oder zwei Ausdrucke des Piraten-Parteiprogramms dabei. Die gibt’s hier in A4 und als praktische A5-Broscheure zum selber drucken. Falls euch jemand Anspricht oder Fragen hat, könnt ihr direkt und kompetent antworten. Vergleicht das mal mit einem CDU oder SPD Wähler. Vor Allem Letztere wissen gar nicht mehr für was ihre Partei eigentlich steht. ;)

Wieso das Ganze? Der Wahlkampf der Piratenpartei ist weit weniger gut organisiert und viiiiiiel kleiner als der Wahlkampf der großen Parteien. Plakate sind immer noch selten zu sehen. Deshalb sollten Piraten-Fans Flagge zeigen (wenn sie haben ;) ) und T-Shirt tragen.

PiratenFerienhaus

Piraten machen auch mal Ferien. Dieses Bild wurde in Hejlsminde, an der Ostseeküste in Dänemark, aufgenommen.

http://www.3dsupply.de/shop/detail.php?PID=00004966

Das Sommerloch, die SPD und die Bundestagswahl

10. August 2009

Aus beruflichen Gründen bin ich viel auf der Autobahn unterwegs. Damit man dort nicht ein schläft ist man quasi gezwungen ein interessantes Radioprogramm zu finden. Glücklicherweise gibt es ja Deutschland Funk (wenngleich auch das Funkloch südlich von Nürnberg stört).

Am Montag war die Sendung „Kontrovers“ angetreten das Thema „ist die SPD noch zu retten“ zu klären. Bei diesem Anlass ist mir im Auto fast der Hals geplatzt. Wieso?

Nun der Vertreter der SPD wusste auf die Frage, wieso man so geringe Umfragewerte habe, glaubhaft zu vermitteln, dass er das nicht verstünde.

Hallo!? Vielleicht liegt das daran, dass der komplette linke Flügel zu den LINKEN gewechselt ist!? Nimmt man deren Ergebnisse mit hinzu, stünde die SPD locker bei 30%+.

Außerdem sollte die SPD mal überlegen welches Profil sie eigentlich hat. Liberal-Konservative Politik ist schon von anderen Parteien besetzt.

Was mich aber am aller meisten stört ist, dass bei der aktuellen Diskussion über Dienstwägen und die schlechten Umfrageergebnisse der SPD, keiner das eigentliche Problem der letzten Jahre mehr auf dem Radar hat:
Wie werden wir die Verfassungsfeinde von der CDU/CSU los, bevor deren Minister zur persönlichen Profilierung alle Bürgerrechte auf ein Minimum ein gekürzt haben.

Man muss sich einmal vorstellen, dass die Familienministerin aus wahltaktischen Gründen die Grundrechte aller beschneidet, ein wirkungsloses Gesetz verabschiedet, in dessen Schlepptau in der Bundesrepublik Deutschland das erste Mal seit dem 2. Weltkrieg wieder eine Zensurinfrastruktur aufgebaut wird, und das dumme Wahlvieh rennt der Partei trotzdem hinterher. Geradezu wie das Lamm, welches treuherzig dem Metzger auf die Schlachtbank und direkt in Messer springt. Vom Innenminister (der eigentlich dem Schutz der Verfassung und der Integrität der Republik verpflichtet ist) der am liebsten das gesamte Volk unter Generalverdacht stellen würde (Stichwort „Gefährder“), ganz zu schweigen.

Und wieso profitiert die SPD davon nicht? Das ist kein Wunder, schließlich ist die SPD in den letzten Jahren doch ausschließlich dadurch aufgefallen, der Steigbügelhalter der CDU zu sein. Wieso nennt man den aktuellen Zustand eigentlich noch „Große Koalition“?

Die Höhe in der DLF Sendung war der Vertreter der CDU, der immer wieder versuchte darzustellen, es wäre das Verdienst seiner Partei, in den letzten Jahren so viele Menschen in Lohn und Brot gebracht zu haben.

Welcher Wald und Wiesen-Depp glaubt ernsthaft, die CDU hätte damit etwas zu tun?

  1. Der Einfluss der Politik auf Wirtschaftsfragen ist seit Jahrzehnten darauf beschränkt, dem Wähler symbolisch die Politik von Konzernen zu erklären und selbigen geforderte Subventionen zu verschaffen. Überhaupt besteht in Zeiten der Krise die Wirtschaftspolitik nur noch aus Geldgeschenken an Banken und Industriekonzernen.
  2. Die Arbeitsplätze die geschaffen wurden sind zwar sozialbeitragspflichtig aber trotzdem „prekär“ da es sich in der Mehrzahl um Leiharbeiter handelt – dem modernen Tagelöhner.
  3. Selbst wenn die Erfolge auf politische Arbeit einer Regierung zurück zu führen währen, weiß doch jeder, dass die, die Ernten nicht die sein müssen die auch gesät haben.

Kurz zusammengefasst: Anstatt in der Sommerpause über Inhalte zu debattieren (z.B. wie man auf einer Welt, in der es immer weniger Arbeit gibt, reagiert, oder wie man im Dunklen Zeitalter der Antiterrorpolitik die Rechte der Bürger schützt), begeben sich die Medien geschlossen auf BILD ähnliches Boulevardniveau und schlagen auf die Partei ein, welche am schwächsten ist.

Und wen sollte man dann wählen? Meine Rangliste sieht so aus:

  1. Piraten (Thematisch an vielen Stellen goldrichtig, leider zu klein…)
  2. Grüne (passt noch am ehesten)
  3. Linkspartei (auf Europaebene haben sie die ein oder anderen lichten Momente gezeigt. z.B: Softwarepatente, Genpatente, DatenVorr.Sp.)
  4. FDP (die nennt man nur liberal. Mehr als „freie Märkte“ haben die auch nicht im Sinn.)
  5. SPD (das kleinere Übel)
  6. CDU/CSU (das ÜBEL!)

Keine Piraten bei der Bundestagswahl? Undenkbar!

11. Juni 2009

Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, haben die Piraten bei der Europawahl mit fast 230.000 Stimmen als 11. stärkste Kraft in Deutschland die Wahlen absolviert. Für die schwedischen Piraten lief es sogar noch besser. Dort wurden 7,1% aller Stimmen gesammelt und man ist als 3. stärkste Kraft in das europäische Parlament eingezogen.

Wer nun glaubt, bei der Bundestags- bzw. Landtagswahl werden die 230.000 Stimmen nochmal getoppt, dem muss ich sagen, dass das noch gar nicht so sicher ist. Schließlich können nur die Parteien gewählt werden, die auch auf dem Stimmzettel stehen. Und da fehlen für die einzelnen Bundesländer noch Unterstützungsschriften. Ja richtig gehört. Wenn in den einzelnen Bundesländern nicht jeweils 1.000 Unterstützer (für die Landtagswahl bzw. 2.000 für die Bundestagswahl) zusammen kommen, dann steht auf dem Wahlzettel PIRATEN einfach nicht drauf (hier ist der aktuelle Stand). In dieser Beziehung haben die rechtsgerichteten Parteien natürlich keine Probleme. Dort werden die Kameraden zum Unterstützen abkommandiert. (Jedenfalls stell ich mir das so vor.) Die Unterstützer der Piraten sind jedoch „lose gekoppelt“ und deshalb schwerer zu koordinieren. Um diesem Problem zu begegnen haben sich die deutschen Piraten diese Lösung ausgedacht:

http://ich.waehlepiraten.de/

Und so gehts:

  1. Geht auf die Seite und ladet euch das Unterstützerformular für euer Bundesland herunter. (In der Liste „Landesverbände“ links findet ihr das Formular auch für die anderen Bundesländer die nur für die Landtagswahl sammeln (wie z.B. Sachsen).)
  2. Füllt das Formular aus. Wichtig dabei ist das ordentlich zu machen. Das ist ein offizielles Dokument. Wenn es aus formalen Gründen (rumgeschmiere, Durchstreichungen, etc.) ungültig ist, dann hat eure Arbeit nichts genutzt. (Wichtig ist auch: Ihr dürft pro Wahl diese Unterstützerschrift nur für eine Partei leisten.)
  3. Schickt das unterschriebene(!) Formular zu eurem Piraten-Landesverband. (Die Unterschrift ist wichtig, damit euer Landesverband die Bescheinigung einholen kann, dass ihr Wahlberechtigt seid. Wenn ihr selber zur Gemeinde (Wahlbehörde resp. Einwohnermeldeamt) geht und den Stempel drauf machen lasst, geht’s auch ohne)

Wichtig: Als Unterstützer seit ihr später nicht verpflichtet die Piraten zu wählen! Es geht nur darum, dass sie auf dem Stimmzettel erscheinen.

Schön wär’s natürlich trotzdem… ;)

Das wäre die 0815 Methode. Da aber noch einige Unterschriften fehlen wäre folgendes eine feine Sache:

Druckt euch das Formular mehrfach aus (z.B. 10, 20, 50 was auch immer) und geht bei euch im Ort auf Unterstützer suche. Egal ob eure Oma, Geschwister, Freunde im Sportverein oder Jugendclub. Hauptsache die Unterstützer sind Wahlberechtigt. Und wie gesagt, sie müssen dann nicht für die Piraten stimmen. Es geht allein um die Möglichkeit für die Piraten zu stimmen.

Wenn ihr einige solche Unterstützungsformulare zusammen habt, dann könnt ihr noch etwas machen (was sonst der Landesverband machen muss.) Gebt die Formulare zur Prüfung zu eurer Wahlbehörde (üblicherweise das Einwohnermeldeamt.). Die gucken nach, ob die Unterstützer bei ihnen als Wähler gelistet sind. Wenn ja ist alles super, wenn nein könnte es sein, dass die Person wo anders gemeldet ist (oder halt nicht wahlberechtigt, was schade wäre).

Es ist also wichtig zu wissen, wo eure Unterstützer gemeldet sind, um das Formular offiziell zu bestätigen.

Das muss sein! (Sonst könnte man ja 1.000 Namen erfinden oder einfach mal alle Schüler einer naheliegenden Schule unterzeichnen lassen… Ersteres wäre wohl sogar Urkundenfälschung oder Betrug. Also ja nicht probieren. Das geht eh nicht!)

Schickt in jeden Fall die Formulare am Ende zum entsprechenden Landesverband der Piraten. Die machen auch solche Sammelaktionen, aber ohne unsere Unterstützung wird das eine zu knappe Kiste…


Kampf den Seeräubern!

1. Juni 2009

Diesen Artikel hatte ich am 11.01.2009 geschrieben. Ich wollte ihn veröffentlichen, wenn es wieder was zum Thema „Somalische Seeräuber“ gibt. Einen Anlass hatte ich dazu verpasst (Asche auf mein Haupt…). Jetzt habe ich aber auf Telopolis einen aktuellen Artikel dazu gefunden. Den verlinke ich am Artikelende.

Könnt ihr euch noch an den (besser die) Öltanker erinnern, welche (regelmäßig) vor dem Horn von Afrika von Piraten gekapert wurde(n)?

Die Bundesregierung – ach was – die EU macht jetzt was dagegen. Die Bundesmarine schickt Schiffe um die Piraten von bösen Taten abzuhalten. Sie hat sogar ein „robustes Mandat“, so dass sie, wenn nötig, den Piraten auch ordentlich eins mitgeben kann.

Im Fernsehn (hin und weder guck ich da auch mal rein) sah ich einen Bericht über die Fischer/Piratendörfer aus denen das Übel erwächst.
Die Leute dort haben NICHTS mehr zu verlieren. Fischen geht nicht mehr, die Gewässer wurden leer gefischt – natürlich nicht von den Leuten dort mit der primitiven Technik, sondern von Industriefischern. Arbeit gibt es sonst keine – Somalia ist allgemein nicht unbedingt als boomender Wirtschaftsstandort bekannt – nach den Jahren der Unruhe im Land auch nicht verwunderlich. Also was macht man, wenn fremde Leute kommen und einem die Lebensgrundlage entziehen? Man geht hin und nimmt den fremden Leuten was weg. Mundraub steht ja eigentlich nicht unter Strafe – dumm nur, dass man Schiffe und Öl nicht essen kann. Deshalb sagen jetzt alle „Pfui! Böser Pirat!“. Die sind dort aber auch doof. Sich gegenseitig umbringen ist Ok. Aber wehe, du nimmst den armen westlichen Ölmulties ihre Schiffchen weg. Na gut – leere Schiffchen sind ok. Aber volle?! Das geht gar nicht!

Ich persönlich frage mich nur, wie lange es dauert bis die Dörfer selbst in den „Lösungsprozess“ einbezogen werden. Also militärisch bekämpft, oder besetzt werden.

Das man den Leuten dort das Piraterieren hätte frühzeitig abgewöhnen können, indem man ihnen was zu tun, und vor allem was zu essen gibt, will niemand wissen. Noch nicht mal in den Medien war das ein Thema. Naja…mal paar Waffen ausprobieren und Präsenz zeigen, ist außenpolitisch auf viel cooler.

Nebenbei: Das gleiche Problem kommt auch auf die EU im Süden zu. Momentan geben sich die illegalen Einwanderer noch damit zu frieden sich mit Walnussschalen auf dem Mittelmeer selbst zu versenken. Wenn die irgendwann auf die Idee kommen, auf dem Mittelmehr als Piraten tätig zu werden… Vielleicht sollte man Marokko, Tunesien und Co. dafür bezahlen, dass die an ihren Grenzen bereits die Flüchtlinge abfangen. Vielleicht auch umbringen – die brauch ja eh keiner. Falls das zynisch klingt – ich habe meinen Ton dem Ton der Politik angepasst.

Hier der Artikel bei Telopolis:  Somalia: ein zweites Afghanistan?


Wahlempfehlung für die Europawahl 2009

26. Mai 2009

Da ich per Breifwahl abstimmen werde habe ich den Stimmzettel für die Europawahl (Wahltag für alle nicht Briefwähler ist 07.06.2009) bereits gesehen.

Ich möchte euch allen die Nummer 29 „PIRATEN – Piratenpartei Deutschland“ nahelegen. Dafür gibt es einige gute Gründe die ich im nächsten Abschnitt aufführe.

Zuerst aber über die Piraten. Diese Partei rekrutiert sich aus Personen aus dem Naturwissenschaftlich-Technischem Bereich. Mit dabei sind viele ITler. Das ist für alle die wichtig, die gern Leute über das Internet entscheiden lassen wollen, die Ahnung von der Materie haben.

Wieso Piraten wählen?

1. Die Mitglieder des Europaparlaments stammen überwiegend aus einem nicht IT nahen Umfeld. Auf gut deutsch: Sie haben von Computern keine Ahnung. Allerdings wird im Europaparlament Politik gemacht die am Ende von der deutschen Regierung verpflichtend umzusetzen ist. Es stehen hier konkret Entscheidungen an, welche IT Wissen voraussetzen.

Beispiele:

  • Softwarepatente: Softwarekonzerne wollen diese Patente. Damit können sie Hobbyprogrammierer davon abhalten Software zu erstellen die vergleichbar mit ihrer eigenen ist, aber billiger und besser. Softwarepatente gefährden die OpenSource Bewegung.
  • Copyright: Multimediakonzerne haben in Brüssel eine starke Lobby. Sie wollen das Urheberrecht immer weiter verschärfen. Ziel soll sein, dass keiner unentgeltlich Kopien von Medien anfertigen darf. Auch du nicht! Auch keine Sicherheitskopie! Auch nicht nur zur Privatverwendung! Gar nicht. Sie wollen auch nicht, dass ihr Material künstlerisch frei genutzt werden darf (Stichwort Mashup oder Sampling). Das einzige was sie wollen ist Geld. Nicht für die Künstler. Die bekommen nur die Krumen, den Kuchen bekommen die Konzerne.
  • Überwachungsgesellschaft: Da die Parlamentarier keine Ahnung von der Technologie haben, können sie die Folgen nicht abschätzen und fragen halt jemand. Nur haben die Datenschützer und Bürgerrechtler dort keine Stimme. Wer berät sie? Auch hier wieder Konzerne. Gerne aber auch Sicherheitshardliner. Wir brauchen Leute im Parlament, welche die freiheitlichen Bürgerrechte gegen den Überwachungswahn verteidigen.

2. Die anderen „etablierten“ Parteien erhalten genügend Stimmen. Auch ohne eure Hilfe. Denn die ahnungslosen Pflichtgefühlwähler machen ihre Kreuze sowieso bei den Parteien bei denen sie schon immer Kreuze gemacht haben. Ihr braucht also keine Angst haben, dass eure bisherige Mainstreampartei leer ausgeht.

3. Die anderen wichtigen Themen die nicht technologiebasiert sind, werden von allen anderen Parteien abgedeckt. Für diese Themen ist gesorgt. Internet, Softwarepatente, Copyright und Co. wird aber eher stiefmütterlich behandelt, so am Rande. Das ist aber fatal, da diese Themen im Leben eines modernen Bürgers zentral ist. Welches Medium bietet denn die beste und umfassendste Informationsgrundlage? Das Internet. Fernsehn, Radio und Presse werden von BWLern gesteuert. Dort geht es um Gewinn, nicht um journalistische Qualität.

Wie siehts mit den anderen Großen Parteien aus?

  • CDU und SPD… dazu brauch man eigentlich kaum was sagen, oder? Nur ein paar Namen: Wolfgang Schäuble (CDU), Ursula „Zensursula“ v.d. Leyen (CDU), Otto Schilly (SPD). Und noch ein paar „Errungenschaften“ bzw. Ziele:  „Großer Lauschangriff“, „Bundestrojaner“/Heimliche Onlinedurchsuchung, „Vorratsdatenspeicherung“, „Hackerparagraf“, „Onlinezensur“.
  • FDP: Weiter oben habe ich beschrieben, welche Gruppen die EU Politik am härtesten mit Lobbys bearbeiten. Konzerne (und die Agrarlobby. Hinter der stehen aber Lebensmittelkonzerne wie Nestle, Monsanto, etc.) Welche Partei ist bekannt dafür Politik nur nach Konzernen, aber nicht nach Menschen auszurichten? Ihr kommt sicher selber drauf.
  • Die Grünen und die Linken: Ihre restlichen Wahlprogramme sind nicht wirklich 100% mit meinen Vorstellungen vereinbar. Das einzig positive war bisher, dass sich diese beiden Parteien bei den Themen die ich oben aufgeführt habe richtig verhalten haben. Das mag an der Altersstruktur der Parteien liegen. Abgesehen von Erneuerbaren Energien und alternativen Antriebskonzepten bin ich aber kein heißer Verfechter dieser Parteien.

GEHT WÄHLEN!!

Ziel muss es sein, Leute zu wählen, welche sich den FREIHEITLICHEN BÜRGERRECHTEN verpflichtet fühlen und nicht Parteiinteressen oder dem persönlichen Vorteilen, welche Konzerne versprechen. (Manche nennen es Lobbyarbeit. Ich würde es Korruption nennen.)


Bankenkrise als Chance zur Entschuldung

13. Mai 2009

Als ich gerade in Gedanken versuchte die Informationen bezüglich der Bankenkriese in meinem Kopf zu ordnen, fiehl mir wieder die diversen Erklärungen zu unserem Geldsystem ein. Wir wissen daher ja, dass unser Geldsystem auf Schulden basiert. D.h., dass dem verliehenen Geld keine Werte entgegenstehen.

Die Regierungen der Wirtschaftsnationen fiehlen in letzter Zeit dadurch auf, dass sie zur Rettung von Banken Milliarden locker machten. Natürlich finanziert durch Staatsschulden. Und das ist bemerkenswert.

Nochmal ganz deutlich: „Wir Bürger (der Staat) nehmen Schulden auf, um denen Geld zu leihen, bei denen wir Schulden haben.“

Wie wärs, wenn wir als Gegenleistung von den Banken (die regelmäßig dem Staat Geld leihen und dafür Zinsen wollen) einfach einfordern, dass sie dem Staat Schulden in Höhe der (Rettungssumme *1,2) erlassen?

Oder noch besser: Wie wärs, wenn der Staat per Gesetz etwas Luft aus dem System nimmt. Schließlich verteuern die Schulden auch die erzeugten Produkte. Wie man die Luft rausläßt müssten Finanzwissenschaftler erklären können. Es handelt sich hier schließlich nur um ein von Menschen gemachtes System. D.h. es ist auch von Menschen änderbar.


Wieso nicht personalisierte Werbung?

19. April 2009

In den letzten Tagen konnte man bei heise.de lesen, dass zwei wohlbekannte Webportale (Wikipedia, Amazon) sich entschieden haben, einem „Werbedienstleister“ (Phorm) ihre Kundendaten nicht zur Verfügung zu stellen. Dieser Werbedienstleister wollte damit gezielter Werbung schalten.

An dieser Stelle muss man sich fragen, was denn an personalisierter Werbung schlecht ist.

Zu aller erst einmal ist der aktuelle Zustand in Sachen Werbung für den Konsumenten wie für den Werber nicht zufriedenstellend. Der Konsument wird bombardiert mit Informationen und Angeboten die ihn überwiegend nicht interessieren. Und der Werber muss, um überhaupt einen zählbaren Erfolg zu erreichen, sehr viele potentielle Konsumenten ansprechen, in der Hoffnung, dass ein paar darunter sind, die sein Produkt brauchen und kaufen.

Personalisierte Werbung soll das Problem dahingehend beheben, dass die Werber wissen für was sich ein Konsument interessiert um somit gezielt die entsprechenden Personen anzusprechen.

Nun gibt es dabei aber ein Problem: Werbung ist öffentlich. Der Erhalt der Werbung erfolgt nicht unter der Kontrolle des Konsumenten, sondern eben dann wenn die Werbung eintrifft. Weiterhin existieren Personen im Prozess, die wissen, dass sich Konsument XY für Angebote aus dem Bereich ABC interessiert und eventuell sogar wie viel Geld er üblicherweise dafür ausgibt.

Rein schon aus Datenschutzgründen sollte es jedem mündigen Bürger kalt dem Rücken hinunter laufen, wenn er den zweiten Punkt oben durchdenkt. Aber auch der erste Punkt ist nicht ohne. Und zwar aus dem Grund, dass man nicht mehr nur 1 Leben führt. Ich möchte das begründen:

Für 150 Jahren lebten die einfachen Menschen auf dem Lande noch in einem Leben. Das heißt, alles was sie taten, ob auf dem Feld oder zu Hause, war mehr oder weniger allen anderen Personen aus ihrem unmittelbaren Umfeld (der Familie) bekannt.

Mit der Industrialisierung änderte sich dies zum ersten mal. Es gab fortan 2 Leben: Das Private und das Arbeitsleben. Die Personen aus dem ersteren (Familie) wussten nicht wirklich was im zweiten Leben passierte und mit wem man interagierte und wieso, und die Arbeitskollegen wussten meist auch nicht allzuviel über die Familie.

Diese Entwicklung wurde durch das Internet noch verstärkt. Es kam aber hierbei nicht nur 1 weiterer Lebensbereich hinzu, sondern beliebig viele. Jede Community in der man sich aufhält stellt einen weiteren, abgetrennten Lebensbereich dar.

Es gibt Bereiche die wir dabei strickt von anderen getrennt haben wollen. Wir wollen eben nicht, dass jemand Verbindung über diese Bereiche hinweg herstellt. Beispiele gibt es hier viele: Die ausgelassene Urlaubsgemeinschaft und die Arbeitswelt; Eine Selbsthilfegruppe und die Freunde vom Sportverein; Vielleicht die Familie und geheime sexuelle Vorlieben; etc. …

Die personalisierte Werbung unterscheidet hier nicht. Sie will verkaufen. Sie sieht nur eine Person und spricht diese wann immer möglich an.

Es reicht nicht, einfach sicher zu stellen, dass die Werbung uns nur dann erreicht, wenn es für uns gelegen ist. Denn was bleibt ist ein System, welches Wissen über uns besitzt. Wissen, welches für uns unangenehm ist, ja dass wir vielleicht sogar fürchten.

Wenn man etwas fürchtet, dann wird man sein Verhalten so ändern, dass eben diese Bedrohung minimiert wird. Ein solches, umfassendes Werbesystem würde also unser Verhalten ändern. Dies nennt man einen unzulässigen Eingriff in die Privatsphäre eines Menschen. Wir sollten nicht nur darauf hoffen, dass es nicht dazu kommt. Wir, bzw. die unter uns, welche dies beeinflussen können, sollten sicherstellen, dass es dazu nicht kommt.


Neue Trachten für das Erzgebirge

15. April 2009

Als kürzlich US Präsident Obama über den Rhein flanierte um unsere Kanzlerin zu begrüßen, prägte sich mir ein bestimmtes Bild ein. Und zwar als der US Präsident auf deutscher Seite von zwei jungen Mädchen in lokaler Tracht begrüßt wurde. Auf der einen Seite stand da der junge, dynamische, Web2.0 US Präsident, geradezu ein Symbol für Hoffnung auf Fortschritt und Zukunft, auf der anderen Seite das traditionsreiche, unpraktische, man möchte sagen, das „alte Europa“.

Obama und die Badener-Trachten-Mädels. (Bild von DPA, gefunden bei westfaelische-nachrichten.de)

Obama und die Badener-Trachten-Mädels. (Bild von DPA, gefunden bei http://westfaelische-nachrichten.de)

Als ich dieses Bild vor Augen hatte kam mir der Gedanke, wie ein solcher Empfang im Erzgebirge ausgesehen hätte. Die überbordend dekorierten, ja kitschigen Trachten der südlichen Regionen gibt es bei uns im Gebirge nicht. Bei uns stammen die Trachten aus dem Arbeitsleben einer Branche die unsere Region geprägt hat – dem Bergbau. Doch haben diese Trachten noch Relevanz?

Ich möchte dieses Thema in den nächsten Punkten diskutieren. Meine Aussagen werde ich nummerieren, so dass Antworten auf einzelne Aussagen leichter zu adressieren sind.

  1. Trachten werden häufig mit Tradition gleichgestellt bzw. verwechselt.

  2. Trachten entstanden aber als Erkennungszeichen sozialer bzw. lokaler Gruppen. Erst über die Zeit hinweg wurde das Tragen einer Tracht zur Tradition die sich auch dann noch hielt, als die Tracht selbst an Wichtigkeit verlor.

  3. Das Habit und die Bergbautradition sind historisch mit dem Erzgebirge verwachsen. Doch ist diese Tracht für die Menschen mittlerweile ohne Bedeutung. Sie wird nur noch zu wenigen bestimmten Anlässen wie z.B. Umzügen in der Art eines Kostüms getragen. Einzelpersonen tragen das Habit z.B. niemals beim Kirchgang oder bei privaten Festen. Es mag Regionen geben wo die historische Tracht auch heute noch getragen wird (man denke an den Kirchgang in Lederhosen in Oberbayern). Im Erzgebirge existiert keine so gelebte Tracht.

Sieht man diesen Zustand als einen zu beseitigenden Mangel an, so muss man sich fragen was eine Tracht eigentlich ist?

  1. Trachten müssen verschiedene Dinge leisten um als Tracht gelebt zu werden:

    1. Identifikation
      Die Tracht muss in den Farben und Symbolen ihre Träger repräsentieren und der gegenseitigen Identifizierbarkeit dienen.

    2. Würde
      Der Träger der Tracht soll durch diese nicht zum Gespött der Leute werden, sondern dem Unbeteiligten vermitteln: „Ich gehöre mit Stolz zu dieser Gruppe.“

    3. Angemessen
      Die Tracht muss geeignet sein um bei vielen verschiedenen, offiziellen wie privaten, Anlässen getragen zu werden. Dies reicht von der Hochzeit über den Schulanfang bis zu offiziellen Empfängen. Wer eine Tracht trägt, darf durch diese nicht negativ auffallen.

    4. Tragbar
      Die Tracht muss vom Träger selbst angelegt werden können. Sie muss weiterhin praktische Elemente haben (z.B. Taschen) damit das Tragen der Tracht keine übermäßige Belastung darstellt.

    5. Individuell
      Eine Tracht ist keine Uniform. Sie gibt den Rahmen vor in dem sich der Träger bzw. seine unmittelbare Gruppe verwirklichen kann. Die Tracht kann in verschiedenen Stoffen gefertigt und unterschiedlich Aufwändig verziert sein.

Nachdem die Funktion bestimmt ist, bleibt die Frage wie eine moderne Tracht für das Erzgebirge aussehen könnte.

  1. Im Gegensatz zu früheren Zeiten gibt es heutzutage nicht mehr nur eine Branche, welche zur Identifikation der gesamten Region taugt.

  2. Des weiteren gibt es für kaum eine Berufsgruppe mehr „Ausgehuniformen“ wie z.B. das Habit bei den Bergleuten.

  3. Aus den letzten beiden Punkten lässt sich folgern, dass eine arbeits- bzw berufsorientierte Tracht nicht mehr zeitgemäß und für den Zweck deshalb unangemessen ist.

  4. Die heutige Kleidung, welche bei vielen Anlässen getragen wird um angemessen gekleidet zu sein, ist der Anzug.

  5. Der Anzug ist aber bewusst unauffällig und schlicht gehalten. Er bietet eben gerade keine Identifikationsfunktion. Vor allem nicht zur Unterscheidung lokaler Gruppen.

  6. Der Anzug beim Mann bringt bereits die Angemessenheit und Tragbarkeit mit, welche für eine Tracht zu Wünschen ist. Auch ein Maß an Würde wird ihm, durch den allgemeinen Einsatz bei wichtigen Ereignissen, zugesprochen. Das gleiche gilt für das Businesskostüm bei Frauen.

  7. Eine Tracht sollte deshalb meiner Meinung nach aus diesen „Geschäftskleidern“ heraus entwickelt werden. Die Punkte „Identifikation“ und „Individualisierbarkeit“ gilt es geschickt einzubinden.

  8. Grundfarben zur Identifikation der Erzgebirgler können aus dem neuen Kreiswappen abgeleitet werden. Die neutralen Farben Schwarz und Weiß, die typische Farbe Grün sowie als Kontrastpunkt z.B. für Stickereien Gold. Bergbausymbole oder Symbole aus dem heimatlichen Gemeindewappen können als Details verarbeitet werden.

  9. Ob Farben ausreichen um eine Identifikation zu erreichen oder ob man weiter geht bleibt offen. So könnte man z.B. nach einem alternativen aber dezenten „Halzschmuck“ für den Mann suchen um sich von der „Geschäftskleidung mit Krawatte“ abzugrenzen.

Soweit meine Gedanken zum Thema Trachten. Die historischen Bergmannstrachten haben ihre Berechtigung bei den traditionellen Anlässen. Doch bin ich der Meinung, dass es an gelebten Trachten im Erzgebirge fehlt. Weiterhin glaube ich, dass die Menschen eine vernünftige (d.h. nicht kitschige) und vor allem tragbare Tracht durchaus aufnehmen würden. Man bedenke den Anklang den die „Haamitland Arzgebirg“ Marke gefunden hat.

Ich bin kein Modedesigner, deshalb kann ich hier keine konkreten Schnitte oder Zeichnungen präsentieren. Doch ich denke es gibt im Erzgebirge genügend Menschen mit Gefühl für Farbe, Form und Stoffen die ihre Gedanken zu diesem Thema zu Papier bringen können. Ich bin sehr gespannt ob mein Vorschlag von den Erzgebirglern positiv aufgenommen, oder abgelehnt wird.